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Ruanda: Viel mehr als nur Völkermord

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Ruanda – noch immer wird dieses kleine afrikanische Land hauptsächlich mit dem Völkermord identifiziert. Jacques Nkinzingabo (23) möchte das ändern. Der Fotograf kam im März 1994 auf die Welt, wenige Wochen vor Beginn des größten organisierten Massenmords seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit seinen Bildern (oben) möchte er zeigen: Ruanda hat längst auch eine andere, ganz normale Seite.

Wenn Jacques Nkinzingabo durch sein ehemaliges Stadtviertel in Kigali streift, ist das so, als käme ein Fußballstar vorbei. Junge Männer klatschen ihn ab, bitten um ein Selfie. Frauen bleiben stehen, drehen sich schüchtern nach ihm um. Kinder folgen ihm. Je weiter Jacques durch die engen Gassen zwischen den Häusern aus Stein und Lehm geht, desto größer wird die Menschen-Traube.

Wenn Bücher sprechen

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

In der „Lebenden Bibliothek“ der Caritas erzählen Menschen ihre Geschichten – und die können so spannend, geistreich und unterhaltsam sein wie ein gutes Buch. Von Markus Harmann

Nichts lässt zunächst darauf schließen, dass es in dieser Bibliothek gar keine echten Bücher gibt. Ein langer Tisch, Karteikarten für die Ausleihe, eine freundliche Helferin, die fragt: „Welches Buch möchten Sie denn gern lesen?“ Hinter ihr an der Wand hängen im DIN-A-3-Format die Ausleihbedingungen: Maximal ein Buch darf gelesen werden – und das auch nur für 30 Minuten. Bücher müssen „mental und körperlich unbeschädigt“ zurückgegeben werden.

„Aleppo schön, Aleppo bumm“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Fast ein halbes Jahr lebte die syrisch-kurdische Familie aus der Nähe von Aleppo in einer Kölner Massenunterkunft, unterbrochen von zwei Wochen bei uns im Haus. Als sie endlich eine Wohnung in Köln-Chorweiler fand, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Wir haben sie besucht und erlebten eine Gastfreundschaft, die uns angesichts der Ereignisse von Clausnitz schon fast peinlich war. Von Markus Harmann

Dominosteine liegen auf dem Glastisch im Wohnzimmer, Butterkekse und Spekulatius. Dazu gibt es syrischen Tee mit reichlich Zucker. Als wir nach zwei Stunden gehen wollen, serviert uns die 26-jährige Gülbahar Knafeh, eine ofenfrische arabische Süßspeise aus Butter, Mozzarella, Vanille und süßem Streuselteig mit Sirup. Wir bleiben noch eine weitere Stunde.

Abenteuer und Athleten

Wo Dracula Treppen stieg und Harry Potter mit der Bahn fuhr

Yorkshire ist rau, geschichtsträchtig, Kulisse für Literaturklassiker und längst nicht so beliebt wie Südengland. Doch…

Medien und Moral

Halloween mit Trump

Die deutsche Journalistin Susanne Heger lebt jedes Jahr für mehrere Monate in Süd-West-Florida. Sie wollte…

Orte und Originale

Ruanda: Viel mehr als nur Völkermord

Ruanda – noch immer wird dieses kleine afrikanische Land hauptsächlich mit dem Völkermord identifiziert. Jacques…

Visionen und Vergangenheit

Zum letzten Mal

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der…