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Die jungen Mexikaner wollen ihr Land verändern, die alten haben mit der Politik abgeschlossen

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Die Verschleppung und Ermordung von 43 Studenten hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf Mexiko gelenkt: Das mittelamerikanische Land erlebt Gewalt und Korruption in offenbar immer größerem Ausmaß. Hinzu kommt, dass es als Transitland für Drogen in die USA zu einem Kampfgebiet der Kartelle geworden ist. Doch ist das das wahre Bild Mexikos? Für die Reihe „Innenansichten. Besser als der Ruf?“ sprach Goldeber mit Pablo Andreae. Der gebürtige Kölner lebt seit einem Jahr auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan und arbeitet u.a. als Reiseführer.   

„Wenn es ums Ganze geht, halten die Tunesier zusammen“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Der Anschlag im Bardo-Museum von Tunis mit 21 Toten an diesem Mittwoch gilt als Rückschlag für ein Land, das Hoffnungen weckte. In Tunesien begann 2011 die arabische Revolution, das Chaos blieb bislang aus. Welche Folgen könnte der Anschlag haben und wie hat sich Tunesien entwickelt? Für die Reihe „Innenansichten. Besser als der Ruf?“ sprach Goldeber mit dem Journalisten Gerald Drißner. Er lebt mit seiner Frau in Tunis. Von Markus Harmann

Goldeber: Wie ist die Situation in Tunis so kurz nach dem Anschlag?

Gerald Drißner: Das Land steht unter Schock und viele Menschen sind wohl jetzt noch eher bereit, Freiheit für die Sicherheit zu opfern. Die Polizei ist schon seit Wochen sichtbar zurück und kontrolliert auf den Straßen. Jetzt kommt vermutlich auch der unsichtbare Sicherheitsapparat zurück, die Informanten und Spitzel. Das hat der Innenminister schon vor dem Anschlag angekündigt. Auch neue Anti-Terrorgesetze könnten erlassen werden. Das macht Tunesiern, die religiöser sind, vielleicht Kopftuch oder Bart tragen und deshalb unter Generalverdacht stehen, verständlicherweise Angst.

Innenansichten: Kolumbien

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Wie lebt es sich wirklich in Simbabwe, Kolumbien, Tunesien oder Mexiko? Für die Reihe „Innenansichten. Besser als der Ruf?“ interviewt Goldeber Menschen, die vorübergehend oder dauerhaft in einem Land leben, deren (medialer) Ruf nicht immer der beste ist. Folge 1: Josephine Landertinger Forero. Die österreichisch-kolumbianische Filmemacherin lebt nach einem Studium in Berlin in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. 

Goldeber: Kolumbien. Bei diesem Stichwort denken viele immer noch zuerst an Drogen, Gewalt und Korruption. Geht es um reine Klischees?

Josephine Landertinger Ferero: Drogen, Gewalt und Korruption – das alles gibt es in Kolumbien, aber eben auch in Deutschland. Kolumbien ist eine der ältesten Demokratien und die viertgrößte Wirtschaftsmacht Lateinamerikas. Viele europäische Firmen haben in den letzten fünf Jahren einen Sitz in Bogotá geöffnet, sie suchen hier wegen der Eurokrise neue Möglichkeiten. Und mit Cartagena hat Kolumbien vielleicht eine der schönsten Städte der Welt, sie ist seit langem eine obligatorische Station für Kreuzfahrten der Karibik.

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