Das fast vergessene Dorf

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Fast 80 Jahre nach den Olympischen Spielen von Berlin erwacht das einstige Athleten-Quartier aus seinem Dornröschenschlaf. Die DKB-Stiftung versucht zu retten, was zu retten ist – und setzt auf die Hilfe von Zeitzeuge und Autogrammjäger Fritz Wandt (89). Aus dem Archiv von Markus Harmann

Ein kleines, schwarzes Notizbuch. Liniert, ohne Rand. Mit etwas zittrigen Fingern blättert Fritz Wandt durch die vergilbten Seiten. Sie sind vollgekritzelt. Eintragungen in Sütterlin und immer wieder Autogramme, Autogramme, Autogramme. Das Notizbuch mit dem Ledereinband ist Wandts Verbindung in das Jahr 1936. Damals ließen die Nazis die Olympischen Spiele in Berlin ausrichten. Glamouröse Propaganda-Wettkämpfe, die den schönen Schein des Dritten Reichs wahren sollten. Die 4000 männlichen Athleten wohnten in dieser Zeit in einem eigenen Dorf bei Elstal, westlich der Hauptstadt.

„Wer es sagt, der fühlt sich besser“

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Jasmin Schmidt (Name geändert) ist 19 Jahre alt und spielt Fußball. Sie hat großes Talent und nicht wenige in ihrem Umfeld prophezeien ihr eine große Karriere. Sie möchte nicht, dass ihr richtiger Name erwähnt wird, denn Jasmin Schmidt ist lesbisch. Ihre Sorge: Bekennt sie sich offen zu ihrer Homosexualität, könnte ihre Karriere leiden. Im Interview mit Christian Esser spricht die Abiturientin über ihr Coming Out und erklärt, warum es Fußballern so schwer fällt, sich zu outen – warum es aber auch befreiend sein kann, zu seiner Homosexualität zu stehen.

Goldeber: In Deinem Verein ist Deine Homosexualität bekannt. Hat man Dich deshalb schon mal gemobbt?

Jasmin Schmidt: Nein. Es gibt vielleicht mal ein paar Sprüche, aber das kratzt mich gar nicht.

Ausgenutzt, geschlagen, missbraucht

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Jahr für Jahr verlassen mehr als 200.000 Äthiopier ihr Land, in der Hoffnung auf Lebens- und Arbeitsperspektiven. Jetzt hat Saudi-Arabien hat 151.000 äthiopische Arbeitsmigranten ausgewiesen. Viele von ihnen arbeiteten in saudischen Haushalten und wurden behandelt wie Sklaven. Text und Fotos von Markus Harmann

Im Terminal des Flughafens von Addis Abeba stapeln sich Säcke mit der Aufschrift „Kingdom of Saudi Arabia“. Hektisch werfen Airport-Mitarbeiter sie auf Rollwagen und schieben diese von einem Gang in den nächsten. Sie schaffen Platz für weitere Säcke. 13 Maschinen werden an diesem Tag aus der saudischen Hauptstadt Riad in Addis Abeba eintreffen – und mit jeder von ihnen wächst der Gepäckberg.

Abenteuer und Athleten

Wo Dracula Treppen stieg und Harry Potter mit der Bahn fuhr

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Medien und Moral

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Orte und Originale

Ruanda: Viel mehr als nur Völkermord

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Visionen und Vergangenheit

Zum letzten Mal

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der…