Besondere Orte: Der Markt von Dire Dawa, Äthiopien

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Wir wollten Kaffee kaufen. Echten äthiopischen Hochland-Kaffee, geröstete Bohnen, duftend und frisch abgefüllt in Papiertüten. Taye, der Äthiopier mit der stämmigen Figur, stoppte seinen Geländewagen im Zentrum Dire Dawas, Ost-Äthiopien. Vor einem Tor ohne Tür, auf beiden Seiten schmutzige Mauern. Sie grenzen ein altes Indsutriegelände aus den 50er Jahren ein, ohne Dach, mit niedergerissenen Innenmauern. Heute ist es der Gemüse- und Gewürz-Markt der Stadt.

Menschen in bunten Tüchern, lächelnd, neugierig schauend, gingen durch das Tor. Dicht an dicht drängten sie in die schmale Gasse, die hineinführt in den Markt.

Warum Carpe Diem mich fertig macht!

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Als der Film „Club der toten Dichter“ anlief, war ich in etwa so alt wie Julia Engelmann. Das ist die blonde, junge Frau, über die derzeit im Internet geschwärmt und inzwischen auch kritisch diskutiert wird. Die, die mit entzückend gespielter Jungmädchenmiene auf einem Poetry Slam eine große, alte Weisheit ins Moderne übertragen hat. Carpe Diem 2014. Im Kern sagt sie das, was auch der römische Dichter Horaz einst sagte und das sich wie ein roter Faden durch den Hollywoodfilm mit Robin Williams (Nein nicht Robbie!) zog: Nutze den Tag!

Und heute wie damals, als wir uns den Film auf Video anschauten, kann ich diesem roten Faden nur wenig abgewinnen. Er setzt mich schlicht unter Druck! Nutze den Tag – das heißt doch: Verschwende ihn nicht. Doch genau das tut man doch, mit Anfang 20. Oder man sollte es tun. Wenn ich aber nicht verschwenderisch sein darf, muss der Tag nützlich sein. Ich hätte also nicht ausschlafen und die erste Vorlesung schwänzen sollen? Oder aber: Ich hätte Schwänzen sollen, Freunde treffen, jede Menge Wein trinken und nicht zur Vorlesung gehen sollen, weil die Freunde wichtiger sind als die Uni?

Ich bin dann mal ganz kurz weg…

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Es gibt so Dinge, von denen viele sagen, das würden sie auch gerne mal machen. Doch im Moment ginge es nicht. Aus zeitlichen Gründen. Später dann vielleicht aus gesundheitlichen. Eine Weltreise ist sowas, Fallschirmspringen vielleicht und Pilgern auf dem Jakobsweg. Text und Fotos: Katrin Jäger

Nachdem Hape Kerkeling vor ein paar Jahren „Ich bin dann mal weg“ geschrieben und wahnsinnig oft verkauft hat, wollten dann noch mehr irgendwann auch zu Fuß den lieben Gott suchen. Und sich vielleicht selbst dabei finden. Dass sie dafür nicht wochenlang durch Spanien wandern müssen, wissen viele gar nicht. Denn in nahezu jeder Nachbarschaft gibt es ein Stückchen Jakobsweg. Ich habe ihn entdeckt, weil ich für die Grevener Zeitung über einen Pilgerunterstand an einer Kirche berichten sollte, der einfach nicht fertig wurde. Am Ende schnürte ich die Wanderstiefel und ging los. Es war eigentlich nur ein Spaziergang. Eigentlich…

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