Die Wüste lebt!

Geschrieben von Goldeber am in Abenteuer und Athleten

Die Namib ist die älteste und trockenste Wüste der Welt. Und doch gibt es überall Spuren menschlichen und tierischen Lebens. Entdecken kann man sie am besten mit dem Quad. Fanie du Preez ist einer der wenigen, die eine Lizenz für diese Wüstentouren im Westen Namibias haben. Mit ihm geht es zu ausgetrockneten Flussläufen, Tausende Jahre alten Skeletten und einem Urvolk, das noch immer inmitten der Wüste ausharrt.

Kurz vor dem Start wird der sonst so lustige Fanie plötzlich ernst: „Fahrt immer in meiner Spur! Hier gibt es viele Sandlöcher. Und wenn Ihr in einem landet, findet Euch keiner wieder.“ Spricht’s, drückt den Gashebel seines Quadbikes und braust hinein in die Wüste. Sekunden später ist unser Tour-Führer zu einem winzigen schwarzen Punkt in einer endlosen Sandfläche geschmolzen. Es ist seine Welt. Nur er darf hier mit Touristen fahren. Wir haben Mühe, Fanie zu folgen durch die Namib, die älteste und trockenste Wüste der Welt. Und die einzige, die einem ganzen Staat ihren Namen gab: Namibia (…).

Fernsehen ohne Fremdschämen

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Foto: ARD/NDR/Frank P. Wartenberg/neuu

Foto: ARD/NDR/Frank P. Wartenberg/neuu

The Voice of Germany geht in die dritte Runde, Dalli Dalli ist wiederauferstanden und Claudia Schiffer startete statt mit einer neuen Model- mit einer neuen Mode-Casting-Show. Drei Formate, die der Herbst mit sich gebracht hat und über die man trefflich lästern, die man hervorragend zerreißen oder belächeln könnte. Sind sie doch alle drei schnöde Oberflächenware ohne jeden Tiefgang; sie bieten nichts wirklich Neues oder Innovatives. Doch betrachtet man sie als das, was sie sind, dann sind sie wirklich gut: Amüsantes Unterhaltungsfernsehen für die ganze Familie. Von Katrin Jäger

Beginnen wir mit dem ältesten Format: Dalli Dalli heißt jetzt nicht mehr Dalli Dalli sondern Das ist spitze. Doch wie bei der Verwandlung von Raider zu Twix hat sich an der Geschmacksnote des TV-Klassikers auch nichts geändert. Gefällig, nicht bitter und seltsamerweise immer noch frisch, kommt die Spielidee daher.

Glaube, Sitte, Heimat – und ein bisschen Sex

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Auf dem Friedhof steht ein Gasthaus. Meistens enden hier Trauerfeiern, gelegentlich auch Hochzeiten. Autorenlesungen sind eine schöne Abwechslung, erst Recht, wenn es um eine der schönsten Hauptsachen der Welt geht. Nein, nicht ums Sterben oder Heiraten, sondern um – Sex. Die Autoren Katrin Jäger und Christian Nachtigäller lasen aus ihren Werken, in denen es immer auch ein bisschen frivol zugeht. Das Publikum war außer sich, es lachte, dass sich ringum auf dem Friedhof die Särge bogen. Eine Beobachtung.

„Glaube, Sitte, Heimat.“ So steht es auf dem Banner des Schützenvereins St. Rochus Verth-Schwienhorst, das, geschützt hinter Glas, im Durchgang zum Saal des Gasthauses Lauheide (Telgte) hängt. Für die 130 Besucher, die an diesem Samstagabend zur Autorenlesung kommen, liest sich der Leitspruch der Bruderschaft wie eine Mahnung, es doch bitte nicht zu übertreiben. Denn die Lesung, die folgt, hat es an diesem gut-bürgerlichen Ort so noch nicht gegeben. Es geht um: Sex. Um das Spiel mit dem Tabu, um Schmutziges und Heiteres, um Lyrisches und Prosaisches. Zweieinhalb Stunden ausgesprochen anregende Unterhaltung.

Abenteuer und Athleten

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