„Und dann kam ich nach Deutschland und an den Bäumen fehlten die Blätter“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Caleb Odindo (Foto: Harmann)

Caleb Odindo (Foto: Harmann)

Caleb Odindo wuchs in kenianischen Slums auf und brachte sich das Lesen selbst bei. Vor 25 Jahren kam er nach Deutschland und schlug sich als Verkäufer, Hilfskoch und Hausmeister durch. Heute ist er ein erfolgreicher Finanzbuchhalter – und organisiert nebenbei Nothilfe für seine ehemaligen Landsleute in Ostafrika.

Als Caleb Odindo an einem nasskalten Novembertag 1989 in Frechen (NRW) aus dem Auto stieg, konnte er nicht fassen, was er da sah: menschenleere Straßen, Häuser, die wie ausgestorben schienen, und Bäume, die ihre Blätter verloren hatten.

Stierischer Ernst

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Stierkampf – die Übersetzung des spanischen corrida de toros führt in die Irre. Kampf bedeutet, dass am Anfang offen ist, wer am Ende gewinnt oder verliert. Eine corrida hingegen ist ein traditionelles Tötungsritual in drei Akten, bei dem der Stier so gut wie immer unterliegt und stirbt. Tom, Tourist aus Oklahoma, wusste das nicht, als er sich eine Eintrittskarte für die corrida in Mallorcas Hauptstadt Palma kaufte. Entsetzt sah er, dass Stierkampf mit amerikanischem Bullenreiten nichts zu tun hat. Von Markus Harmann

Der 530 Kilo schwere Körper bebt, rasend pumpt das Herz. Mit gesenktem Kopf steht der Stier in der Arena. Die Zunge hängt ihm aus dem Maul. Überall auf seinem schwarzen Fell glitzert Blut.

Auf den Rängen der Stierkampfarena von Palma de Mallorca ist es still geworden, die Kapelle hat aufgehört zu spielen. Tom sitzt regungslos auf seinem Platz in Reihe 13 und starrt in das Rund aus grobkörnigem Sand. Dort nähert sich Juan José Padilla tänzelnd dem Stier. In der Hand hält der Matador das rote Tuch, die Muleta. Darin eingeschlagen: der Degen.

Arbeitsagentur vermittelt 29-Jährige in die Arbeitslosigkeit

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Eigentlich war Jennifer Bartz für die Arbeitsagentur die perfekte Kandidatin: 29 Jahre jung, Fachhochschulreife, willensstark. Einer Umschulung zur Altenpflegerin, die sie unbedingt wollte, schien nichts im Wege zu stehen. Die Arbeitsagentur riet ihr sogar zur Kündigung des alten Jobs. Doch dann entschied ein Amtsarzt, sie sei zu labil für einen Pflegeberuf – gesehen, geschwiege denn untersucht hatte er Jennifer Bartz nie. Von Axel Ebert

Abenteuer und Athleten

Wo Dracula Treppen stieg und Harry Potter mit der Bahn fuhr

Yorkshire ist rau, geschichtsträchtig, Kulisse für Literaturklassiker und längst nicht so beliebt wie Südengland. Doch…

Medien und Moral

Wenn Bücher sprechen

In der „Lebenden Bibliothek“ der Caritas erzählen Menschen ihre Geschichten – und die können so…

Orte und Originale

Ruanda: Viel mehr als nur Völkermord

Ruanda – noch immer wird dieses kleine afrikanische Land hauptsächlich mit dem Völkermord identifiziert. Jacques…

Visionen und Vergangenheit

Zum letzten Mal

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der…