„Vögel starten und landen, deshalb brauchen sie einen Flughafen“

Geschrieben von Goldeber am in Visionen und Vergangenheit

Vogelflughafen auf dem Dach der Bundeskunsthalle (Foto: KAH)

Vogelflughafen auf dem Dach der Bundeskunsthalle (Foto: KAH)

Blinklampen, Lautsprecher, Antennen, ja sogar einen Windsack findet man auf dem Dach der Bonner Bundeskunsthalle. Denn es trägt einen ganzen Flughafen. Starten und landen dürfen allerdings nur Vögel. Den „International Ornithoport“ haben die Künstler Stephan Andreae und Res Ingold erfunden. Nach einer ersten Schau im vergangenen Jahr wurde der Vogelflughafen jetzt wiedereröffnet. Markus Harmann sprach mit Stephan Andreae.

Einmal kurz aussteigen, bitte!

Geschrieben von Katrin Jäger am in Orte und Originale

Das Kanaren-Eiland La Gomera zieht Hippies, Ökofreaks, Wanderer und gestresste Mütter an – viele von ihnen sind auf Sinnsuche, einige finden sich dort selbst. Von Katrin Jäger (Text und Fotos)

Es waren einmal zwei Frauen. Fast vierzig, insgesamt fünf Kinder, je einen Ehemann, dauermüde, dauerüberfordert von Dreck auf den Fliesen, übervollen Wäschekörben,   anspruchsvollen Teilzeitjobs. Und auch wenn die Männer gutaussehend, die Ehe glücklich, die Kinder unvergleichlich klug und süß waren – einmal wollten die Frauen weg von allem! Karin und Katrin – so hießen die beiden – träumten fünf lange Jahre von einer Woche Aussteigen. Während sie Windeln wechselten, schreiende Kinder beruhigten, die Fliesen wischten und den Anfang der Diät auf nächsten Montag verschoben, planten sie ihre Auszeit. Endlich wieder durchatmen, innehalten, die eigene Seele wiederfinden und danach baumeln lassen. Das wär’s. Und so machten sie sich auf nach La Gomera. Denn dort steigen irgendwie alle ein bisschen aus.

Auch ohne Drachen lohnt der Felsen

Geschrieben von Goldeber am in Visionen und Vergangenheit

Was will man von einem Ort erwarten, der fast alle Superlative auf sich vereint? Der deutscheste aller Berge sei er; der meist bestiegene Europas außerdem; der mit der besten Aussicht sowieso. Vielleicht sollte man gerade jetzt sagen: Nein, danke! Denn auf einem so beschriebenen Gipfel kann es ja eigentlich nur ganz unromantisch-hektisch zugehen. Doch ein Besuch auf dem Drachenfels lohnt sich – gerade jetzt!

Die Bezeichnung meist bestiegener Berg Europas trügt aus zweierlei Gründen: Erstens wird der Drachenfels bei Königswinter am Rhein von einem Großteil seiner Besucher nicht bestiegen oder erwandert, sondern mit der Zahnradbahn erklommen. Zweitens ist die Bezeichnung Berg, nun ja, zumindest ein wenig beschönigend: Der Drachenfels ist gerade einmal 321 Meter hoch. Eine auffällige Erhebung also, wenn auch in großartiger Lage am Rhein. Und richtig ist: Zwar ist auf keinem anderen Hügel-Berg Europas an sonnigen Tagen statistisch so viel Betrieb wie auf dem Drachenfels im Siebengebirge. Doch man merkt es nicht.

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