„Aleppo schön, Aleppo bumm“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Fast ein halbes Jahr lebte die syrisch-kurdische Familie aus der Nähe von Aleppo in einer Kölner Massenunterkunft, unterbrochen von zwei Wochen bei uns im Haus. Als sie endlich eine Wohnung in Köln-Chorweiler fand, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Wir haben sie besucht und erlebten eine Gastfreundschaft, die uns angesichts der Ereignisse von Clausnitz schon fast peinlich war. Von Markus Harmann

Dominosteine liegen auf dem Glastisch im Wohnzimmer, Butterkekse und Spekulatius. Dazu gibt es syrischen Tee mit reichlich Zucker. Als wir nach zwei Stunden gehen wollen, serviert uns die 26-jährige Gülbahar Knafeh, eine ofenfrische arabische Süßspeise aus Butter, Mozzarella, Vanille und süßem Streuselteig mit Sirup. Wir bleiben noch eine weitere Stunde.

Pegida und Co.: Ich will sie nicht mehr sehen!

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Von Katrin Jäger

PegidaWenn ich morgens in der Zeitung die ersten Nazis sehe, wird mir schlecht. Wenn ich abends im Fernsehen ihre schrecklichen Sprüche höre, bekomme ich Angst. Ich will diese Typen nicht sehen, ich will sie nicht hören, ich will sie nicht in meinem Leben haben!

Deshalb schalte ich um
und schaue mir „Bauer sucht Frau“ oder eine preisgekrönte Serie an. Deshalb blättere ich in der Zeitung zur Service-Seite und lese beim Frisör lieber Bunte als Spiegel. Ja, ich schaue weg. Aber nicht, weil es mir egal ist. Ich schaue weg, weil ich sonst überschäumen würde vor Wut und versinken würde in Trauer über so viel menschenverachtendes Gerede und – schlimmer noch – Getue. Ich blättere die Zeitung weiter, weil ich diese Hetzer nicht an meinem Frühstückstisch haben will. Ich schalte um, weil ich nicht von ihren Drohungen träumen will.

Im Kollektiv durch Mexiko

Geschrieben von Goldeber am in Abenteuer und Athleten

Für Reisende auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ist der Colectivo erste Wahl. Das Sammeltaxi ist praktisch und günstig, nur manchmal etwas zu schnell.

Als wir den Kindern sagen, dass wir für die Fahrt von Playa del Carmen nach Tulum den Colectivo nehmen, winken sie ab. „Da sitzen wir ja neben fremden Leuten!“, empört sich Paul. Colectivo klingt ja tatsächlich ein bisschen nach sozialistischer Reise-Variante. Nach Zwangsgemeinschaft, nach Enge.

Abenteuer und Athleten

Wo Dracula Treppen stieg und Harry Potter mit der Bahn fuhr

Yorkshire ist rau, geschichtsträchtig, Kulisse für Literaturklassiker und längst nicht so beliebt wie Südengland. Doch…

Medien und Moral

Wenn Bücher sprechen

In der „Lebenden Bibliothek“ der Caritas erzählen Menschen ihre Geschichten – und die können so…

Orte und Originale

Ruanda: Viel mehr als nur Völkermord

Ruanda – noch immer wird dieses kleine afrikanische Land hauptsächlich mit dem Völkermord identifiziert. Jacques…

Visionen und Vergangenheit

Zum letzten Mal

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der…