„Man weiß ja nie, was noch kommt. Und deshalb muss ich schick sein“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Die Zahl der (über) Hundertjährigen steigt rasant. Über 15.000 leben heute in Deutschland, vor 30 Jahren waren es noch 300. Eine von ihnen ist Maria Tippkämper*. Als sie am 14. Januar 1908 in Essen zur Welt kam, lief in den USA das erste Ford-T-Modell vom Band, in Südwest-Afrika schlugen die kaiserlichen deutschen Truppen den Herero-Aufstand nieder und der Erste Weltkrieg war noch mehr als sechs Jahre entfernt. Ein Porträt einer Hochbetagten. Von Markus Harmann (Text) und Nathalie Dampmann (Fotos)

Maria Tippkämper ahnte, dass sie sehr alt werden würde. Im Juli 1989, vier Monate vor der Wende, floh ihre Tochter Marion aus der DDR. Frau Tippkämper und ihr Mann Gerhard blieben in Ostberlin zurück. Zu ihrer Tochter sagte die damals 81-Jährige: „Geh ruhig, wir kommen nach. Irgendwann.“ An den Mauerfall im Herbst 1989 glaubte sie damals zwar nicht. Aber sie war überzeugt, dass schon irgendwie alles gut gehen würde. Wie ja fast immer alles gut gegangen ist in ihrem langen Leben, das im Januar 1908 in Essen-Frintrop begann und hinter der Berliner Mauer zu enden drohte. Heute lebt die Tochter eines Lokführers und einer Hausfrau im Bergischen Land bei Köln, in einem Seniorenheim, in das sie erst mit 100 Jah-ren zog. Ihre Tochter Marion ist zwar nach wie vor durch Mauern getrennt, aber es sind nur einige Hausmauern. Marion wohnt zwei, drei Querstraßen weiter. Es wurde also alles gut.

„Der Reiz Simbabwes liegt auch in der Tragik des Landes“

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Gefälschte Wahlen, geplünderte Farmen, ein greiser Diktator und das Feindbild Europa. Kann man als Europäerin freiwillig in Simbabwe leben? Und ob, sagt Doro Grebe, seit sechs Jahren zuhause in Harare. Für die Reihe „Innenansichten. Besser als der Ruf?“ sprach Goldeber mit ihr über das Durchhaltevermögen der Simbabwer, volle Supermarkt-Regale und darüber, warum es sich trotz politischer Frustration im Privaten gut leben lässt. Von Markus Harmann

Die jungen Mexikaner wollen ihr Land verändern, die alten haben mit der Politik abgeschlossen

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Die Verschleppung und Ermordung von 43 Studenten hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf Mexiko gelenkt: Das mittelamerikanische Land erlebt Gewalt und Korruption in offenbar immer größerem Ausmaß. Hinzu kommt, dass es als Transitland für Drogen in die USA zu einem Kampfgebiet der Kartelle geworden ist. Doch ist das das wahre Bild Mexikos? Für die Reihe „Innenansichten. Besser als der Ruf?“ sprach Goldeber mit Pablo Andreae. Der gebürtige Kölner lebt seit einem Jahr auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan und arbeitet u.a. als Reiseführer.   

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Zum letzten Mal

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