Zum letzten Mal

Geschrieben von Goldeber am in Visionen und Vergangenheit

Bild: Fotolia

Bild: Fotolia

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der Palliativstation des St.-Josef-Krankenhauses in Bockum-Hövel. Eine Reportage von Corinna Heratsch über die letzten Stunden.

Aus dem Nebenraum ist das leichte Rauschen des Badewassers zu hören. Sarah (Name geändert) sitzt in ihrem Rollstuhl und wartet. Sie wirkt erschöpft. Als Christina hereinkommt und sie entkleidet, nimmt sie noch einmal all ihre Kraft zusammen. Mit Hilfe ihrer Pflegerin gleitet Sarah in die Badewanne. Zum letzten Mal.

Sarah ist 38 Jahre alt und seit einer Woche Patientin auf der Palliativstation des St.-Josef-Krankenhauses in Hamm-Bockum-Hövel. Die Ärzte haben ihr gesagt, dass sie nun austherapiert sei. Die letzte Chemo, in die Sarah all ihre Hoffnung gesteckt hatte, schlug nicht an. Es wird keine Wende zum Besseren geben. Es wird jetzt schnell gehen. Das weiß sie.

Das Phänomen Helene Fischer

Geschrieben von Goldeber am in Medien und Moral

Die Bewunderung für Helene Fischer ist bei den Deutschen atem-, pardon: grenzenlos. Selbst ausgewiesene Schlagerhasser zollen dem blonden Erfolgssternchen Respekt. Warum nur? Eine Antwort von Katrin Jäger.

Udo Jürgens stirbt und sie macht Quote, weil sein letzter TV-Auftritt der in ihrer Sendung war. Wir werden Fußballweltmeister und sie singt im kurzen Trikot am Brandenburger Tor, weil die Mannschaft ihre Musik mag. DJs müssen sie auf Partys spielen, selbst wenn sonst kein Schlager durch ihre Boxen klingen dürfte. Helene Fischer, am 5. August 1984 als Jelena Petrowna Fischer im sowjetischen Krasnojarsk geboren, ist überall, läuft überall und gefällt – beinahe – überall.

In den Katakomben von Tempelhof

Geschrieben von Goldeber am in Orte und Originale

Unterhalb des einstigen Berliner Zentralflughafens Tempelhof verläuft ein Labyrinth aus Tunneln und Bunkern, endlosen Gängen und Rohrleitungen. Schauriger Höhepunkt einer geführten Tour ist ein Besuch in dem 1945 ausgebrannten Film- und Archivbunker, der Historikern bis heute Rätsel aufgibt. Text: Ron Rüthers, Fotos: Thilo Folesky

Eine unscheinbare Eisentür, rost-rot und erst wenige Jahre alt, führt in die Hölle von Tempelhof. Klaus Eisermann hat sie schon dutzende Male aufgeschlossen, und immer wieder befällt ihn ein „leichtes Gruseln“, wie er sagt. Hölle – so nennen er und seine Mitarbeiter des ehemaligen Berliner Zentralflughafens Tempelhof den Bunker, dessen Bedeutung bis heute niemand genau kennt.

Abenteuer und Athleten

Wo Dracula Treppen stieg und Harry Potter mit der Bahn fuhr

Yorkshire ist rau, geschichtsträchtig, Kulisse für Literaturklassiker und längst nicht so beliebt wie Südengland. Doch…

Medien und Moral

Wenn Bücher sprechen

In der „Lebenden Bibliothek“ der Caritas erzählen Menschen ihre Geschichten – und die können so…

Orte und Originale

„Aleppo schön, Aleppo bumm“

Fast ein halbes Jahr lebte die syrisch-kurdische Familie aus der Nähe von Aleppo in einer…

Visionen und Vergangenheit

Zum letzten Mal

Sarah ist 38 und hat Krebs im Endstadium. Christina ist 51 und Pflegerin auf der…